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Bodengleiche Dusche einbauen

Ebenerdig, ohne Stufe und mit viel Bewegungsfreiheit: Wir planen und bauen bodengleiche Duschen – im Altbau wie im Einfamilienhaus, als Walk-in mit Echtglas oder komplett gefliest mit Duschrinne.

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Bodengleich, ebenerdig, Walk-in – was ist was?

Die Begriffe werden oft gleichbedeutend verwendet, meinen aber nicht ganz dasselbe. Bodengleich oder ebenerdig heißt: Der Duschbereich liegt auf derselben Höhe wie der übrige Badboden, es gibt keine Stufe und keine Duschwanne, über die man steigen muss. Das Wasser läuft über ein leichtes Gefälle zu einer Rinne oder einem Bodenablauf. Walk-in beschreibt dagegen die Abtrennung: eine feste Glaswand ohne Tür, an der man vorbei in die Dusche geht. Eine Walk-in-Dusche kann bodengleich sein, muss es aber nicht – sie lässt sich auch mit einer flachen Duschwanne kombinieren. Von einer begehbaren Dusche spricht man meist in beiden Fällen.

Im Alltag zählt vor allem, dass keine Kante im Weg ist: Die Dusche lässt sich leichter reinigen, ist sicherer für Kinder und ältere Menschen und lässt das Bad größer wirken, weil der Boden ohne Unterbrechung durchläuft.

Was eine bodengleiche Dusche baulich voraussetzt

Damit das Wasser zuverlässig abläuft, braucht die Duschfläche ein Gefälle von etwa 1,5 bis 2 Prozent zum Ablauf. Ablauf, Rohrleitung und Gefälle müssen unter der Fliese Platz finden. Entscheidend sind deshalb drei Punkte, die wir beim Aufmaß prüfen:

  • Aufbauhöhe: Wie viel Platz ist zwischen Rohdecke und fertigem Boden? Bei Estrich auf einer Betondecke, wie in den meisten Häusern ab den 1960er-Jahren, reicht das in der Regel für einen flachen Bodenablauf oder eine Duschrinne.
  • Weg zum Fallrohr: Je weiter die Dusche vom Fallrohr entfernt ist, desto mehr Höhe braucht die Abwasserleitung. Manchmal ist es sinnvoller, die Dusche näher an den Anschluss zu legen.
  • Deckenkonstruktion: Bei Holzbalkendecken im Altbau lässt sich der Boden nicht beliebig vertiefen. Hier arbeiten wir mit besonders flachen Abläufen, einem Wandablauf oder einem leicht erhöhten Boden im ganzen Bad.

Unter jeder bodengleichen Dusche liegt eine Verbundabdichtung nach DIN 18534 mit Dichtband in allen Ecken und Manschetten an Ablauf und Armatur. Dieser Teil ist später unsichtbar, entscheidet aber darüber, ob das Bad auch nach zwanzig Jahren trocken bleibt. Was im Altbau zusätzlich zu beachten ist, erklären wir im Ratgeber Badsanierung im Altbau.

Duschrinne, Punktablauf oder Wandablauf

Der Ablauf bestimmt, wie der Boden gefliest wird und wie die Dusche wirkt:

  • Duschrinne: eine lange, schmale Rinne an der Wand oder am Eingang der Dusche. Der Boden braucht nur Gefälle in eine Richtung, deshalb lassen sich großformatige Fliesen mit wenigen Schnitten verlegen. Bei modernen Bädern die häufigste Wahl.
  • Punktablauf: ein quadratischer Ablauf in der Fläche. Das Gefälle läuft von allen Seiten zur Mitte; die Fliesen werden dafür auf Gehrung geschnitten, oder es kommen kleinere Formate und Mosaik zum Einsatz. Bewährt und etwas günstiger, optisch aber unruhiger.
  • Wandablauf: Das Wasser läuft in eine flache Öffnung in der Vorwand, die Leitung liegt in der Wand statt im Boden. Eine gute Lösung, wenn im Boden kaum Höhe vorhanden ist.

Wo selbst ein Wandablauf nicht genug Platz findet, setzen wir eine extraflache Duschwanne ein, die nur wenige Zentimeter über dem Boden liegt und ebenfalls fast ohne Kante betreten wird – so wie in unserer Referenz Altersgerechtes Bad mit extraflacher Dusche.

Gestaltung: Glas, Fliesen und fugenlose Wände

Eine bodengleiche Dusche lebt von ruhigen Flächen. Bewährt haben sich:

  • Walk-in-Glaswand aus Echtglas: Bei einer Duschlänge ab etwa 120 cm reicht meist eine feste Glaswand ohne Tür; in kleineren Bädern sorgen eine Pendeltür oder ein zusätzlicher Glasflügel dafür, dass kein Wasser in den Raum spritzt.
  • Großformatige Fliesen am Boden und an der Wand, im Duschbereich rutschhemmend nach R10 beziehungsweise Bewertungsgruppe B für nasse Barfußbereiche.
  • Eine geflieste Nische für Shampoo und Seife statt einer Ablage, die in die Dusche ragt.
  • Fugenlose Oberflächen mit raumhohen Platten, Spachteltechnik oder Mikrozement – mehr dazu auf unserer Seite Fugenloses Bad.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigen unsere Referenzen Luxusbad in Travertinoptik mit bodengleicher Walk-in-Dusche und durchgehenden Bodenfliesen sowie Walk-in-Dusche in Steinoptik.

Sicher und vorausschauend planen

Eine bodengleiche Dusche ist die Grundlage für ein Bad, das auch im Alter funktioniert. Wenn Sie ohnehin umbauen, lohnt es sich, einige Punkte gleich mitzudenken:

  • Duschfläche von mindestens 120 × 120 cm, wenn das Bad barrierefrei nach DIN 18040-2 werden soll; für ein rollstuhlgerechtes Bad sieht die Norm 150 × 150 cm vor.
  • Verstärkte Wände hinter den Fliesen, damit Haltegriffe und ein Klappsitz jederzeit nachgerüstet werden können.
  • Thermostatarmatur mit Verbrühschutz und Handbrause an einer höhenverstellbaren Stange.
  • Blendfreies Licht und ein Lichtschalter, der vom Eingang aus erreichbar ist.

Liegt ein Pflegegrad vor, beteiligt sich die Pflegekasse mit bis zu 4.180 € pro Person am Umbau; der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden. Wie das funktioniert, steht im Ratgeber Zuschuss der Pflegekasse für den Badumbau. Weitere Lösungen finden Sie unter Barrierefreies Bad und Altersgerechte Badsanierung.

Drei typische Ausgangssituationen

  1. Badewanne raus, Dusche rein: Die Dusche entsteht dort, wo bisher die Wanne stand; Anschlüsse und Ablauf liegen schon in der Nähe. Das übrige Bad bleibt meist unangetastet – Details auf der Seite Badewanne zu Dusche umbauen.
  2. Alte Duschwanne mit hohem Einstieg ersetzen: Die Duschwanne aus den 1980er- oder 1990er-Jahren kommt heraus, der Boden im Duschbereich wird mit Gefälle neu aufgebaut, abgedichtet und gefliest. Oft lässt sich die Duschfläche dabei vergrößern.
  3. Neues Bad mit bodengleicher Dusche: Bei einer Komplettbadsanierung planen wir den Bodenaufbau von Anfang an so, dass die Dusche ohne Kompromisse bodengleich wird – mit durchgehenden Fliesen im ganzen Raum.

Ablauf und Dauer

Nach dem Aufmaß erhalten Sie ein Angebot zum Festpreis. Für den Einbau einer bodengleichen Dusche anstelle einer Wanne oder einer alten Duschwanne rechnen wir mit drei bis fünf Arbeitstagen: Rückbau und Prüfung des Untergrunds, Ablauf und Leitungen, Gefälleaufbau, Abdichtung, Fliesen, zum Schluss Glas und Armatur. Für den Gefälleaufbau verwenden wir in der Regel Fertigelemente oder schnell trocknende Materialien, damit keine langen Wartezeiten entstehen. Wann Sie die Dusche zum ersten Mal benutzen können, steht in Ihrem Zeitplan. Innerhalb einer Komplettsanierung ist die Dusche Teil des Gesamtzeitplans von zwei bis vier Wochen.

Was kostet eine bodengleiche Dusche?

Variante (Ausführung „Solide“) Richtwert inkl. MwSt. Dauer
Bodengleiche Dusche 100 × 100 cm anstelle der Badewanne, Walk-in-Echtglas, Aufputzarmatur, Duschwand neu gefliest ab ca. 4.950 € 3–5 Tage
Wie oben, zusätzlich Unterputzarmatur mit Thermostat und neue Bodenfliesen im ganzen Bad (8 m²) ab ca. 7.050 € 5–8 Tage

Mehrkosten entstehen vor allem durch fehlende Aufbauhöhe (Wandablauf oder erhöhter Boden), lange Leitungswege zum Fallrohr, Glas nach Maß und hochwertige Armaturen. Die Richtwerte stammen aus unserem Badkonfigurator, sind unverbindlich und enthalten Material, Montage und Baustelleneinrichtung; den Festpreis erhalten Sie nach dem Aufmaß vor Ort. Einen Richtwert für Ihr Bad berechnen Sie im Badkonfigurator; was eine komplette Sanierung kostet, erklärt der Ratgeber Was kostet eine Badsanierung?

Wir bauen bodengleiche Duschen in Sprockhövel, Hattingen, Wuppertal, Witten, Bochum, Essen und Umgebung. Beratung anfragen oder direkt anrufen: 02339 9113208.

Häufige Fragen zur bodengleichen Dusche

Wie viel Aufbauhöhe braucht eine bodengleiche Dusche?

Das hängt vom Ablauf ab. Flache Bodenabläufe und Duschrinnen kommen mit wenigen Zentimetern unter der Fliese aus; dazu kommen Gefälle, Abdichtung und Fliese. Wie viel Höhe tatsächlich vorhanden ist, messen wir beim Aufmaß. Reicht sie nicht, sind Wandablauf, ein leicht erhöhter Boden oder eine extraflache Duschwanne gute Alternativen.

Spritzt bei einer offenen Walk-in-Dusche Wasser ins Bad?

Bei ausreichender Länge kaum. Als Faustregel sollte die Glaswand mindestens 120 cm lang sein, und die Brause gehört auf die Seite gegenüber dem Eingang. In kleinen Bädern planen wir eine Pendeltür oder einen zusätzlichen Glasflügel. Das Gefälle im Duschbereich führt Wasser auf dem Boden zurück zum Ablauf.

Duschrinne oder Punktablauf – was ist besser?

Technisch sind beide gleichwertig. Die Duschrinne erlaubt großformatige Fliesen mit Gefälle in nur eine Richtung und wirkt ruhiger; der Punktablauf ist etwas günstiger, braucht aber Gehrungsschnitte oder kleinere Fliesenformate. Wichtig ist bei beiden, dass sich der Ablauf zum Reinigen leicht öffnen lässt.

Ist eine bodengleiche Dusche auch im Altbau mit Holzbalkendecke möglich?

Häufig ja, aber nicht immer mit einem Ablauf im Boden. Wir prüfen den Deckenaufbau und entscheiden dann zwischen flachem Bodenablauf, Wandablauf und einem leicht erhöhten Boden im ganzen Bad. Die Abdichtung planen wir bei Holzdecken besonders sorgfältig.

Ist eine bodengleiche Dusche rutschig?

Nicht, wenn die richtigen Fliesen verwendet werden. Im Duschbereich verlegen wir rutschhemmende Fliesen (R10 beziehungsweise Bewertungsgruppe B); kleinere Formate mit mehr Fugen bieten zusätzlichen Halt. Haltegriffe lassen sich jederzeit nachrüsten, wenn die Wand dafür vorbereitet ist.

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